Telefonwerbung

In Luxemburg ist Telefonwerbung aufgrund des Gesetzes über den Fernabsatz nur erlaubt ist, wenn der Verbraucher vorher sein Einverständnis dazu gegeben hat.

Telefonwerbung ist allgegenwärtig. Ausländische Unternehmen werben in Luxemburg zum Beispiel per Telefon für Wein (oder Nudeln, Tiernahrung usw.). Die „Verkäufer“ gehen recht zweifelhaft vor: Ihre Gesprächspartner seien die glücklichen Gewinner einer Verlosung. Sie würden ein halbes Dutzend Flaschen eines „großen Weins“ erhalten, wenn sie voher eine Bestellung aufgäben. Leider stellt es sich im Nachhinein heraus, dass der Wein weder dem geforderten Preis entspricht, noch die Eigenschaften aufweist, die ihm von dem betrügerischen Unternehmen zugeschrieben werden.

Die Unternehmen zögern nicht, die Verbraucher durch tägliche unerwünschte Telefonanrufe unter Druck zu setzen.

 Wie können Sie diese Anrufe unterbinden?

Die derzeitige Rechtslage bietet mehrere Möglichkeiten, um unerwünschten Werbeanrufen ein Ende zu setzen.

So sieht das Gesetz vom 11. August 1982 über den Schutz der Privatsphäre in Artikel 6 vor, dass wiederholte, unerwünschte Telefonanrufe strafbar sind. Zögern Sie daher nicht, mit einer Anzeige bei der Polizei zu drohen, wenn Sie sich durch Werbeanrufe belästigt fühlen. Machen Sie diese Drohung wahr, wenn Sie weitere Anrufe erhalten. Für Ihre Beschwerde bei der Polizei benötigen Sie möglichst genaue Informationen über das Unternehmen, wie Adresse und Telefonnummer.

Das Gesetz vom 2. August 2002 über den Schutz personenbezogener Daten (Artikel 30) gibt Ihnen sodann das Recht, die Verarbeitung Ihrer Daten durch Unternehmen zu verweigern. Lassen Sie sich die genauen Kontaktdaten des Unternehmens geben und fordern Sie per Einschreiben mit Rückschein, dass Ihre personenbezogenen Daten in der Datenbank des Unternehmens gelöscht werden.

Schließlich erlaubt es Ihnen der gesunde Menschenverstand aufzulegen, wenn der Anrufer Ihre Forderungen nicht ernst nimmt!