Haustürgeschäfte

Haustürgeschäfte werden in Luxemburg durch das „Gesetz vom 16. Juli 1987“, geändert durch das „Gesetz vom 2. April 2014“ geregelt.

Demnach können Verbraucher, sollten generell keine Haustürgeschäfte gewünscht sein, dies durch einen Aufkleber auf der Klingel, der Tür oder dem Briefkasten etc. zum Ausdruck bringen, woran sich der Verkäufer halten muss.

Kommt ein Kaufvertrag zustande, können Vebraucher diesen grundsätzlich mit einer Frist von 14 Tagen widerrufen. Die Widerrufsfrist beginnt bei Dienstleistungsverträgen mit Vertragsschluss, bei Verträgen über die Lieferung von Waren mit deren Lieferung.

Ausnahmen vom Widerrufsrecht:

Die Dienstleistung wurde bereits vollständig erbracht, der Verbraucher hat dem im Voraus zugestimmt und wurde darüber informiert, dass sein Widerrufsrecht erlischt.

Wurde der Verbraucher jedoch nicht über sein Widerrufsrecht informiert und wurde ihm kein Widerrufsformular ausgehändigt, verlängert sich die Wiederrufsfrist um maximal ein Jahr.

Sollte ein Vertrag wider Willen des Verbrauchers abgeschlossen worden sein (bspw. Verkäufer betritt trotz Aufkleber die Wohnung / das Haus, Verkäufer weigert sich ohne unterzeichneten Vertrag Wohnung / Haus zu verlassen….), kann der Verbraucher den Vertrag gerichtlich für nichtig erklären lassen und die Erstattung des Kaufpreises fordern.

Vor Vertragsschluss müssen Verbraucher darüber hinaus folgende Informationen erhalten:

  • Haupteigenschaften der Ware / Dienstleistung
  • Gesamtpreis
  • Identiät des Verkäufers (z. B. Adresse, Telefonnummer, E-Mailadresse, Auftraggeber etc.)
  • Lieferdatum / Datum des Beginns der Dienstleistung
  • Transportkosten
  • Informationen zum Widerrufsrecht und Widerrufsformular

Werden dem Verbraucher vorstehende Informationen nicht ausgehändigt, kann dieser den Vertrag gerichtlich für nichtig erklären lassen (sofern der Richter diese Informationen als essentiell erachtet).