In Rahmen der Dienstleistungsrichtlinie (Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006) wurde das Europäische Verbraucherzentrum Luxemburg zur Anlaufstelle für Verbraucher ernannt.

Die Dienstleistungsrichtlinie zielt darauf ab, Hindernisse für den freien Dienstleistungsverkehr in der Europäischen Union zu beseitigen. Gleichzeitig stärkt sie die Rechte der Dienstleistungsempfänger, ob Verbraucher oder Unternehmen.

So verbietet sie zum Beispiel diskriminierende Tarife, die an der Staatsangehörigkeit oder dem Wohnsitz des Empfängers der Dienstleistung festgemacht sind. Die Richtlinie hat das Ziel, qualitativ hochwertige Dienstleistungen zu gewährleisten und für mehr Informationen und Transparenz seitens der Anbieter und ihrer Angebote zu sorgen.

Die Richtlinie schafft einen allgemeinen Rechtsrahmen für Leistungen, die gegen Entgelt erbracht werden, mit Ausnahme von nicht wirtschaftlichen Dienstleistungen allgemeinen Interesses, von Finanzdienstleistungen (einschließlich Kreditgewährung, Versicherung und Rückversicherung, betriebliche oder individuelle Altersversorgung, Wertpapiere, Investmentfonds und Zahlungen), von elektronischen Kommunikationsdiensten, da hier andere Richtlinien gelten, von Verkehrsdienstleistungen einschließlich Hafendienste, Dienstleistungen von Zeitarbeitsfirmen, Dienstleistungen des Gesundheitswesens, audiovisuelle Dienstleistungen, Glücksspiele, Aktivitäten im Zusammenhang mit Behörden, einige soziale Dienstleistungen (im Zusammenhang mit Sozialwohnungen, Kinderbetreuung und Hilfe für Menschen in Not), Dienstleistungen privater Sicherheitsfirmen, Dienstleistungen von Notaren und Gerichtsvollziehern usw.

Zusammenfassung der Dienstleistungsrichtlinie

Bericht des ECC-Net über die Dienstleistungsrichtlinie (in Englisch)