Das CPC ist ein Netzwerk für die Zusammenarbeit von nationalen Verwaltungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Das Netzwerk wurde aufgrund der europäischen Verordnung (EG) 2006/2004 ins Leben gerufen, die in Luxemburg durch das Gesetz vom 23. April 2008 über die Suche und Ahndung von Verstöβen gegen die Verbraucherrechte Anwendung findet.

In Luxemburg werden die Aufgaben der nationalen CPC-Behörde durch das Ministerium für Wirtschaft und Auβenhandel (Direktion für Marktregulierung und Verbraucherschutz) wahrgenommen.

Das Ministerium kann nunmehr ermitteln, wenn kollektive Interessen der Verbraucher auf dem Spiel stehen und beantragen, dass Verstöβe gegen die allgemeinen Verbraucherrechte gerichtlich unterbunden werden. Das Ministerium ist somit eine Behörde mit allgemeinen Befugnissen.

Das Ministerium wird dabei

  • nicht an die Stelle von Organisationen treten, die individuelle Streitfälle der Verbraucher regeln (z.B. Europäisches Verbraucherzentrum oder ULC), sondern deren Handlungsspielraum ergänzen, wenn mehrere Verbraucher von ein und demselben Problem betroffen sind;
  • aktiv werden, wenn sich der Verstoβ auf nationaler Ebene ereignet, das heiβt, wenn der Gewerbetreibende und der Verbraucher in Luxemburg ansässig sind;
  • aktiv werden, wenn sich der Verstoβ grenzüberschreitend ereignet, das heiβt, wenn sich der Gewerbetreibende und der Verbraucher in zwei verschiedenen EU-Staaten befinden.