Nach Dialogen mit der Kommission und den nationalen Verbraucherschutzbehörden haben sich 16 große Fluggesellschaften verpflichtet, die Fluggäste bei annullierten Flügen besser zu informieren und ihnen zeitnah Erstattungen zu gewähren.

Die Kommission hatte die für die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz (Consumer Protection Cooperation – CPC) zuständigen Behörden im Dezember 2020 gewarnt, dass sie sich mit den Annullierungs- und Erstattungsverfahren mehrerer Fluggesellschaften vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie befassen sollten.

Da es für die Verbraucher nach wie vor schwierig ist, Erstattungen zu erhalten, hat die Kommission auf eine Warnmeldung des europäischen Verbraucherverbands BEUC hin im Dezember 2020 auf diese Situation hingewiesen und gewarnt.

Im Februar 2021 forderte das CPC-Netz unter der Leitung von sechs koordinierenden Behörden – aus Belgien, Deutschland, Griechenland, Italien, Spanien und Schweden – mit Unterstützung der Europäischen Kommission Informationen von den 16 Fluggesellschaften an, die in Verbraucherbeschwerden am häufigsten genannt wurden.

An den Dialogen nahmen folgende Fluggesellschaften teil: Aegean Airlines, Air France, Alitalia, Austrian Airlines, British Airways, Brussels Airlines, Easyjet, Eurowings, Iberia, KLM, Lufthansa, Norwegian Ryanair, TAP, Vueling und Wizz Air.

Dies ist die umfassendste Maßnahme in der Geschichte des CPC-Netzes und die erste Maßnahme, die auf einer Warnmeldung der Kommission beruht. Ausgelöst wurde diese Warnung durch externe Warnmeldungen des BEUC und nationaler Verbraucherverbände sowie zahlreiche Beschwerden, die bei der Kommission, den Europäischen Verbraucherzentren und den nationalen Behörden über die Vorgehensweise der Fluggesellschaften bei Annullierungen aufgrund der COVID-19-Pandemie und diesbezüglichen Erstattungen eingingen.

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_21_4944