Herr M. aus Luxemburg möchte eine Immobilie in Deutschland mieten, die über einen Makler in Luxemburg vertrieben wird. Der Vermieter der Immobilie wohnt in Deutschland. Wer zahlt die Maklerprovision? Herr M. oder der Vermieter, der den Makler mit der Vermietung beauftragt hat?

Für die Antwort auf diese Frage ist ausschlaggebend, ob deutsches oder luxemburgisches Recht Anwendung findet.

In Deutschland gilt grundsätzlich bei der Vermietung von Wohnraum das sogenannte Bestellerprinzip. Das bedeutet, dass derjenige die Maklerprovision zahlen muss, der den Makler beauftragt hat. Nach luxemburgischem Recht kann der Mieter zur Zahlung der Provision verpflichtet werden, auch wenn der Vermieter den Makler beauftragt hat.

Da hier die Immobilie in Deutschland liegt, der Vermieter in Deutschland ansässig ist und der Makler vom Vermieter beauftragt wurde, besteht ein überwiegender Bezug zum deutschen Recht, das damit, unseres Erachtens nach, Anwendung findet. Insofern kommt das Bestellerprinzip, unserer Ansicht nach, auch zur Anwendung, wenn – wie in unserem Fall – Herr M. und der Makler in Luxemburg ansässig sind, weswegen die Maklerprovision im vorliegenden Fall und unserer Ansicht nach vom Vermieter zu zahlen ist und nicht von Herrn M.