Die Ausnahmesituation, die das Coronavirus impliziert, gibt Ihrerseits Anlass zu vielen Fragen, vor allem zu Änderungen bei den Reise- und Urlaubsabfahrten.

Um Ihnen bei der Bewältigung der Situation zu helfen und Sie über Ihre Rechte zu informieren, hat das EVZ Luxemburg eine FAQ mit den am häufigsten gestellten Fragen zusammengestellt. Stornierte Flüge, geschlossene Grenzen und Rückzug von Dienstleistern, finden Sie die Antworten auf Ihre Fragen in dieser Rubrik.

Haben Sie noch Fragen? Bitte senden Sie uns Ihre Fragen an info@cecluxembourg.lu. Ohne Sie gäbe es diese FAQ nicht, und wir werden Ihnen gerne antworten!

Die europäische Verordnung Nr. 261/2004 über Fluggastrechte sieht vor, dass im Falle einer Flugannullierung die Fluggesellschaft, die den Flug durchführen sollte, dem Fluggast die Wahl zwischen einer Erstattung des Ticketpreises oder einem Gutschein anbieten muss. Diese Verordnung erfasst keine Reservierungsplattformen und erlegt ihnen daher keine besonderen Pflichten auf.

Wir empfehlen Ihnen daher, sich mit der Fluggesellschaft, die den Flug durchführen sollte, in Verbindung zu setzen und diese schriftlich (E-Mail/Online/Post) um eine Erstattung der Tickets zu bitten. Wenn Sie dann immer noch keine Erstattung erhalten, können Sie sich an das Europäische Verbraucherzentrum Luxemburg wenden, das Ihnen behilflich sein kann, insbesondere um eine Beschwerde bei einer für die Überwachung der Fluggastrechte zuständigen Behörde einzureichen.

Nein, dies ist nicht in Übereinstimmung mit dem anwendbaren Recht. Die europäische Verordnung Nr. 261/2004 über Fluggastrechte sieht vor, dass im Falle der Annullierung eines Fluges das Unternehmen den Ticketpreis innerhalb von 7 Tagen erstatten muss.

Aufgrund der sehr großen Zahl von Erstattungsanfragen, die nach der Corona-Krise gestellt wurden, wird jedoch vorerst allgemein akzeptiert, dass diese 7-Tage-Frist nicht eingehalten wird. Die Erstattung muss jedoch noch innerhalb einer den Umständen angemessenen Frist erfolgen. In dieser Hinsicht können 10 Monate als zu lang angesehen werden.

Nein, grundsätzlich kann in diesem Fall nicht kostenfrei storniert werden, sofern das Hotel geöffnet ist. Es sind die vertraglich vereinbarten Regelungen hinsichtlich einer Stornierung zu beachten (siehe AGB des Hotels). Diese sehen in der Regel gestaffelte Kosten für eine Stornierung vor (je näher das Reisedatum rückt, je höher werden die Stornokosten).

Es ist daher empfehlenswert, sich mit dem Hotel in Verbindung zu setzen, die Situation zu schildern und zu versuchen, eine Einigung zu erzielen. Eventuell ist das Hotel bereit, den Aufenthalt mit geringen Kosten zu stornieren oder aber einen Gutschein auszustellen.

In den letzten Monaten haben mehrere Länder spezielle Gesetze erlassen, die es ermöglichen, auch solche Reservierungen zu stornieren (gegen einen Gutschein oder eine Rückerstattung), die eigentlich nicht unter „normalen“ Bedingungen stornierbar sind.

Dänemark hat jedoch keine spezifischen Gesetze erlassen, was bedeutet, dass die „normalen“ Stornierungsbedingungen des Campingplatzes auch unter außergewöhnlichen Umständen gelten. Rechtlich gesehen ist es so, dass der Campingplatz seine Dienstleistungen ja erbringen kann und Sie es sind, der die Reservierung storniert, auch wenn es nicht Ihr Fehler ist, dass Sie nicht die Dienstleistung auf dem Campingplatz in Anspruch nehmen können.

Ohne eine kommerzielle Geste seitens des Campingplatzes haben Sie keinen Anspruch auf Rückerstattung oder Verschiebung Ihres Aufenthaltes. Sie können noch versuchen, eine eventuell abgeschlossene Reiserücktrittsversicherung in Anspruch zu nehmen. Gegebenenfalls können Sie auch eine an Ihre Kreditkarte gebundene Versicherung in Anspruch nehmen. Im Allgemeinen sind Pandemien von Reiserücktrittsversicherungen aber ausgenommen.

Ja, es ist legal. Die europäische Verordnung n°261/2004 über die Rechte von Flugpassagieren spezifiziert nämlich nicht die Bedingungen für Gutscheine. Bevor Sie sich zwischen einer Rückerstattung in bar oder in Reisegutscheinen entscheiden, ist es daher ratsam, sich über die Gültigkeitsbedingungen der Gutscheine zu informieren (wie lange sie gültig sind, ab welchem Datum, welche Gutscheine für welche Dienstleistungen verwendet werden können, welche Fluggesellschaften usw.). Um die Passagiere zur Annahme von Gutscheinen zu motivieren, bieten einige Fluggesellschaften sogar einen zusätzlichen Betrag an.

Wenn Sie eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen haben und die Versicherung diese Art von Situation abdeckt, haben Sie unter den von der Versicherung auferlegten Bedingungen Anspruch auf eine Rückerstattung.

Wenn Sie keine Rücktrittsversicherung abgeschlossen haben und Ihre Reservierung nicht geändert oder storniert werden kann, können Sie leider keine Rückerstattung verlangen. Wir raten Ihnen dann, sich mit dem Vermieter in Verbindung zu setzen, um eine Vereinbarung mit ihm zu treffen, z.B. eine Verschiebung Ihres Aufenthalts.

Sollte das Hotel geöffnet sein und das Zimmer somit zur Verfügung stellen können, haben Sie in diesem Fall keinen Anspruch auf Erstattung des Zimmerpreises. Etwas anderes könnte sich ergeben, wenn in den Buchungsbedingungen (AGB) die Möglichkeit einer (kostenfreien) Stornierung enthalten ist. Daher sollten Sie die AGB dahingehend prüfen und sich in jedem Fall mit dem Hotel in Verbindung setzen, um eine Lösung zu finden.
Die Tatsache, dass ein ausländisches Unternehmen sich aufgrund der aktuellen sanitären Situation in Luxemburg weigert, die Baustelle weiterzuführen, ist eine individuelle Entscheidung. Das Unternehmen setzt sich dadurch aber möglicherweise einem Schadensersatzanspruch durch verzögerte Ausführung der Bauarbeiten aus.

Nein, das ist nicht legal. Ein bestimmter Dienstleistungsanbieter kann den Verkauf einer Dienstleistung nicht verweigern, weil er der Meinung ist, dass in Luxemburg eine Gesundheitsgefahr besteht. Nur offizielle Informationen und staatliche Einschränkungen müssen berücksichtigt werden. Ein Dienstleistungsanbieter, der sich weigert, die geplante Dienstleistung zu erbringen, ist verpflichtet, die gezahlten Beträge vollständig zurückzuerstatten und auch Schadenersatz zu leisten.