Die Coronavirus-Epidemie in Europa bringt die Reisepläne vieler Verbraucherinnen und Verbraucher durcheinander. Welche Rechte haben Sie, wenn Sie ein Hotelzimmer oder eine Ferienwohnung im Ausland gebucht haben?

Bei der Reservierung eines Hotelzimmers oder einer Ferienwohnung gilt das nationale Recht des Landes, in dem sich die Unterkunft befindet.

Wenn das Hotel oder der Vermieter der Ferienwohnung aus eigener Initiative storniert, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf eine vollständige Rückerstattung des bezahlten Preises.  

Erfolgt die Stornierung durch Sie selbst, sieht das Gesetz jedoch in der Regel keine obligatorische Rückerstattung durch das Hotel oder den Vermieter der Ferienwohnung vor, wenn diese die Reservierung weiterhin aufrechterhalten und ihre Leistungen erbringen können.

Zunächst einmal ist es wichtig, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und insbesondere die Stornobedingungen des betreffenden Hotels oder des Vermieters zu prüfen. In einigen Fällen ist es möglich, Ihre Reservierung kostenlos zu stornieren, in anderen Fällen kann es sein, dass das Hotel oder der Vermieter eine Stornierungsgebühr erhebt.

Setzen Sie sich dann mit dem Hotel oder dem Vermieter in Verbindung und versuchen Sie, eine Verschiebung Ihres Aufenthalts oder eine Rückerstattung in Form eines Gutscheins auszuhandeln.

Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass einige Mitgliedstaaten aufgrund der COVID-19-Epidemie besondere Vorkehrungen getroffen haben, um die Frage der Stornierung von Hotelaufenthalten oder Saisonunterkünften zu regeln.

Stornierungen von Hotelreservierungen im Zusammenhang mit Covid-19, werden durch Art. 88 des Gesetzesdekrets Nr. 18 vom 17. März 2020 geregelt. Danach haben Verbraucher, die aufgrund von Reisebeschränkungen oder wegen Quarantäne nicht reisen können, Anspruch auf eine Rückerstattung der bereits geleisteten Zahlungen in bar oder in Form eines Gutscheins mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr ab Ausstellungsdatum.

Stornierungen, die nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, unterliegen den Vertragsbedingungen und den allgemeinen Grundsätzen des Zivilrechts. Demnach können Verbraucher, die einen Aufenthalt aus persönlichen Gründen stornieren, nur dann eine Rückerstattung erhalten, wenn dies in den Vertragsbedingungen des Hotels vorgesehen ist.

Für einen Stornierungsantrag, der vor dem 1. März 2020 gestellt wird, gelten die vertraglichen Stornierungsbedingungen.

Für jeden Antrag auf Stornierung, der nach dem 1. März gestellt wird, unabhängig davon, ob er von Ihnen oder vom Hotel/Vermieter gestellt wird, hat das Hotel/Vermieter die Wahl zwischen :

– sofortiger Rückerstattung an den Verbraucher,

– oder dem Verbraucher innerhalb von 30 Tagen nach der Stornierung schriftlich (per E-Mail oder Post) einen Gutschein mit einer Gültigkeitsdauer von 18 Monaten ab Ausstellungsdatum in Höhe des ursprünglich gezahlten Betrags auszustellen. Dieser Gutschein kann sodann ganz oder teilweise für eine neue Hotelzimmerreservierung oder andere Dienstleistungen desselben Hotels/spätere Anmietung der Ferienwohnung verwendet werden. Der Restbetrag des nicht genutzten Gutscheins wird am Ende seiner Gültigkeitsdauer zurückerstattet, im Prinzip ohne dass der Verbraucher etwas unternimmt.

Stornierungen von Hotelreservierungen im Zusammenhang mit Covid-19, werden durch Art. 88 des Gesetzesdekrets Nr. 18 vom 17. März 2020 geregelt. Danach haben Verbraucher, die aufgrund von Reisebeschränkungen oder wegen Quarantäne nicht reisen können, Anspruch auf eine Rückerstattung der bereits geleisteten Zahlungen in bar oder in Form eines Gutscheins mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr ab Ausstellungsdatum.

Stornierungen, die nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, unterliegen den Vertragsbedingungen und den allgemeinen Grundsätzen des Zivilrechts. Demnach können Verbraucher, die einen Aufenthalt aus persönlichen Gründen stornieren, nur dann eine Rückerstattung erhalten, wenn dies in den Vertragsbedingungen des Hotels vorgesehen ist.

In den Niederlanden sind derzeit keine „Corona-spezifischen“ gesetzlichen Regelungen hinsichtlich der Erstattungen von stornierten Hotelaufenthalten vorhanden. Daher ist allgemeines Recht einschlägig und auch die entsprechenden Vertragsbedingungen des Anbieters sind zu beachten.

Wenn Sie (lediglich vorsorglich) aufgrund des Coronavirus einen gebuchten Aufenthalt in einer Unterkunft (z. B. einer Ferienwohnung, eines Hotelzimmers oder eines Campingplatzes) stornieren möchten, haben Sie grundsätzlich keinen Erstattungsanspruch. Da die Vertragsbedingungen des Anbieters anwendbar sind, sollten Sie sich mit diesem in Verbindung setzen und die Situation besprechen.

Storniert der Anbieter Ihre Buchung aufgrund eines Einreiseverbots oder weil die Unterkunft wegen des Coronavirus geschlossen ist? In diesem Fall haben Sie einen Erstattungsanspruch.

Der Anbieter kann ist jedoch nicht immer für die Stornierung einer Buchung verantwortlich. Im Falle außergewöhnlicher Umstände, wie einem Einreiseverbot aufgrund des Coronavirus, haben Sie zwar einen Anspruch auf Erstattung bereits geleisteter Zahlungen, ein Anspruch auf Schadensersatz für andere Kosten, wie beispielsweise Flugtickets, Impfungen oder Visa, besteht jedoch nicht.

Sollte der Anbieter Ihnen einen Gutschein als Erstattung vorschlagen, können Sie diesen selbstverständlich, müssen ihn aber nicht akzeptieren. Wenn Sie den Gutschein ablehnen möchten, haben Sie Anspruch auf Erstattung der bereits geleisteten Zahlungen.

In Österreich gibt es aktuell noch keine Corona-spezifischen Regelungen hinsichtlich der Erstattung von stornierten Hotelaufenthalten. Insofern ist allgemeines Recht anwendbar. Sollte das Hotel daher zum geplanten Zeitpunkt des Aufenthaltes geschlossen sein, kann es die vertraglich vereinbarte Leistung nicht erbringen und die bereits geleisteten Zahlungen sind zu erstatten (Stornogebühren fallen nicht an). Gutscheine für die bereits geleisteten Zahlungen können jedoch auf freiwilliger Basis von Verbrauchern akzeptiert werden.

Liegt der Aufenthalt jedoch weiter in der Zukunft, sprich außerhalb des Zeitraums, in dem aktuell Schließungen von Hotels vorgeschrieben sind, und Sie möchten dennoch bereits jetzt stornieren, finden die Buchungsbedingungen (AGB) des Hotels Anwendung. Diese sehen meist Stornopauschalen vor. Hier ist zu beachten, dass die Stornogebühren natürlich immer höher ausfallen, je näher Sie dem Aufenthaltsdatum kommen.

In jedem Fall sollten Sie zunächst mit dem Hotel in Kontakt treten und Ihr Anliegen schildern. Meist findet sich auf diese Weise bereits eine Lösung.

Falls die Erbringung irgendeiner Art von Dienstleistung (z. B. Hotelbuchung, Restaurantreservierung) infolge der während des Alarmzustands getroffenen Maßnahmen unmöglich ist, hat der Besteller das Recht, den Vertrag ohne Vertragsstrafe innerhalb von 14 Tagen nach Beendigung des Alarmzustands und dessen Verlängerungen zu kündigen.

Der Dienstleistungserbringer kann eine alternative Leistungserbringung (u. a. Ersatztermin oder Gutschein) anbieten. Für den Fall, dass der Besteller innerhalb einer Frist von maximal 60 Tagen die vorgeschlagene Alternative nicht akzeptiert, müssen die gezahlten Beträge in der gleichen Weise zurückerstattet werden, in der die Zahlung geleistet wurde. Das Unternehmen kann jedoch die durch die Rückerstattung verursachten Kosten, die in transparenter Weise aufgeschlüsselt werden müssen und in keinem Fall eine Strafe für den Besteller beinhalten dürfen, abziehen.

In jedem Fall sollten die Vertragsbedingungen dahingehend geprüft werden, ob die darin enthaltenen Kündigungsmodalitäten Anwendung finden oder ob möglicherweise zusätzliche Rechte, die mit einer vorbezeichneten Kündigungen verbunden sein könnten, vorteilhafter sind.

 

Sie können sich gerne an das Europäische Verbraucherzentrum Luxemburg wenden, um eine individuelle, auf ihre Situation abgestimmte Beratung zu erhalten.

Sie erreichen das CEC Luxemburg unter folgender Adresse: 2A, rue Kalchesbrück, L-1852 Luxemburg, Tel: (+352) 26 84 64-1, Fax: (+352) 26 84 57 61, E-Mail: info@cecluxembourg.lu.