Wer viele Telefonate von zu Hause ins EU-Ausland führt, darf ab dem 15. Mai 2019 mit geringeren Kosten rechnen. Gemäß einer EU-Verordnung vom 11. Dezember 2018 darf der Tarif für ein Gespräch aus dem Heimatland ins EU-Ausland maximal 19 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer betragen. Fürs Verschicken einer SMS dürfen künftig Kosten von höchstens 6 Cent (plus Mehrwertsteuer) anfallen.

Bereits im Juni 2017 waren Extra-Gebühren für Handytelefonate im EU-Ausland (Roaming) abgeschafft worden. Wer jedoch von zu Hause aus in andere EU-Länder anrufen wollte, musste weiterhin mit sehr hohen Kosten rechnen. Mit der neuen EU-Verordnung ist ab dem 15. Mai damit nun Schluss. Zu beachten ist, dass die Regelung ausschließlich für Telefonate in EU-Mitgliedstaaten gilt. Norwegen, Island und Liechtenstein werden später hinzukommen.

Mehr Sicherheit für Verbraucher

Karin Basenach, Direktorin vom Europäischen Verbraucherzentrum Luxemburg, sagt dazu:Die Absenkung der Gebühren für Telefongespräche ins EU- Ausland war notwendig und bringt mehr Sicherheit für die Verbraucher. Allzuoft herrschte bei Verbrauchern seit Wegfall der Roaming-Gebühren im Juni 2017 Verwirrung, weil viele dachten, dass damit auch Gespräche von zu Hause aus ins EU-Ausland gemeint seien. Dies war indessen nicht der Fall.“

Jedoch gilt auch nach dem 15. Mai höchste Vorsicht bei Telefonaten auf Kreuzfahrten und in Flugzeugen. Denn dort können Verbindungen schnell ins Geld gehen, wenn Verbraucher sich nicht in ein terrestrisches Mobilfunknetz einwählen. Telefongespräche und Datenverbindungen laufen dort oft über Satellitensysteme und sind extrem teuer.

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