Beim Europäischen Verbraucherzentrum Luxemburg gehen zurzeit Beschwerden von Verbrauchern ein, die aggressive E-Mails von mysteriösen Streaming-Portalen erhalten.

Auf der Suche nach Online-Portalen, die das Streaming von Filmen und Serien anbieten, geraten Verbraucher auch an unseriöse „Anbieter“. Die verschiedenen „Anbieter“ nutzen oftmals ähnlich gestaltete Internetseiten, lediglich die Internetadresse und teilweise der im Impressum genannte „Anbieter“ unterscheiden sich. Oftmals werben diese Portale mit beispielsweise fünf Tagen kostenloser Probezeit. Bereits kurz nach der Anmeldung erhalten Verbraucher eine Rechnung über Beträge um meist rund 350 Euro für ein angeblich abgeschlossenes Jahresabo. Kurz darauf folgen aggressive Zahlungserinnerungen mit Androhung von Inkasso, Gericht, Zwangsvollstreckung, Gerichtsvollzieher etc.

Suchen Betroffene nun im Internet nach Informationen über diese „Firmen“, finden sie inzwischen sogar fingierte Youtube-Videos, in denen das Angebot dieser „Anbieter“ analysiert und die Rechtslage eingeschätzt wird. Selbstverständlich kommen diese „Experten“ zu dem Schluss, dass die Forderung gezahlt werden muss.

Keine Verpflichtung zur Zahlung

Verbraucher müssen jedoch vor Abschluss eines Vertrages umfassend über die Vertragsbedingungen informiert werden (bspw. zu Kosten des Vertrages, Laufzeit etc.). Bei unseriösen Plattformen geschieht dies meist nicht oder nur unzureichend, sodass diese „Mitgliedschaften“ unwirksam sind und keine Verpflichtung zur Zahlung besteht.

Sollten auch Sie derartige E-Mails erhalten haben, heißt es zunächst ruhig bleiben und nicht zahlen. Im Zweifel können Sie sich gerne an das Europäische Verbraucherzentrum Luxemburg wenden, dessen Juristen Sie zum Thema beraten können.

 

In unserer Rubrik „Betrug“ erfahren Sie mehr über andere Abofallen und Betrugsmaschen.